FOM vs. Pohl & Co

Meine 5 Cent zu der – inzwischen allgegenwärtigen – Diskussion um die Herren Grünwald, Kopper und Pohl sowie die FOM. Deren zweifelhafter Ruhm bzw. eine Klage auf Erlass der Studiengebühren lässt sich u.a. hier bei Studium@Zeit Online oder brand eins nachlesen.

Allerdings muss festgehalten werden, dass die FOM keine Studiengebühren erhebt, sondern einen Gesamtpreis für ein Studium berechnet. Diese Summe wird vor Studienbeginn berechnet, kann jedoch auch in monatlichen Raten gezahlt werden.

Grundsätzlich verstehe ich die Bestrebungen, einen Studiengang in verkürzter Zeitdauer zu absolvieren. Das versuche ich auch regelmässig – u.a. auch während meines abgeschlossenen Studiums der Wirtschaftsinformatik an der FOM in Hamburg. Ähnliche Bestrebungen zeigte hierbei auch einer meiner Kommilitonen, welcher ebenfalls in einer geringeren Anzahl als den anvisierten Semestern seinen Abschluss machte.

Laut den Rahmenprüfungsordnungen der FOM gibt es gemäß § 26 Abs 2 (Ausgabe und Bearbeitung der Bachelor-Thesis) Laufzeiten für gewisse Prüfungsleistungen, z.B. ist die Dauer einer Bachelor-Thesis fixiert:

Die Bearbeitungszeit (Zeitraum von der Ausgabe bis zur Abgabe der Bachelor-Thesis) beträgt mindestens zwei Monate und darf vier Monate nicht überschreiten.

Ein schieben, nach- oder vorbelegen von Modulen aus höheren Semestern oder der „Schuss ins Blaue“ ist durchaus gängige Praxis. Das ist alles auch völlig legitim und meiner Meinung nach sinnvoll. Letzendlich wird man – die passenden Scheine vorausgesetzt – auch durch Anrechnung in die Lage versetzt, innerhalb von einem oder zwei Semestern den Abschluss zu machen.

Der gravierende Unterschied zwischen der freiwilligen Verkürzung („ich mache schneller“) und einer zugesicherten Anrechnung („ich mache weniger“) liegt auf der Hand – Anrechnungen wirken sich im Vorwege auf die vereinbarten Gesamtkosten des Studiums aus, sprich diese werden gemindert.

Wieso hier im o.g. Fall überhaupt ein Diskussionsbedarf besteht, ist mir völlig unklar.. Fragwürdig ist ebenfalls, ob die Gruppe der Drei auf irgendeine Art und Weise auch Wissen extrahieren – und vor allem konservieren – konnte, dass ausserhalb des „Punktlernens“ liegt..

Ein Gedanke zu „FOM vs. Pohl & Co

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