Tutorials auf der BPM 2015

Im Rahmen der BPM 2015 in Innsbruck/Österreich, habe ich an einigen Seminaren und Tutorials teilgenommen.

Neben dem Doctoral Consortium standen zwei weitere interessante Tutorials auf dem Programm, hierbei handelte es sich jeweils um einen Vortrag (1.5 Std.) inkl. Zeit für Fragen bzw. Diskussionen.

Ich hoffe, dass auf der BPM 2016 in Rio/Brasilien, ebenfalls wieder entsprechende Inhalte angeboten werden.. 🙂

CBPP Zertifikat

Heute konnte ich die angestrebte Zertifizierung zum Certified Business Process Professional (CBPP) inkl. der dazu notwendigen Prüfung erfolgreich abschliessen.

Die Zertifizierung war in Form einer Multiple Choice-Prüfung mit 120 Fragen, angesetzt auf 180 Minuten. Nach deutlich unter einer Stunde war ich bereits fertig und durfte ein paar Minuten später das positive Ergebnis der Auswertung erfahren.

Damit bin ich in dem Kontext ‚BPM‘ nun mehr oder weniger komplett zertifiziert – bliebe für mich nur noch die Prüfung zum Certified Business Analysis Professional (CBAP) der IIBA bzw. EABA sowie die Folgestufen des OCEB. Ich mutmaße jedoch, dass sich der CBPP gegenüber dem OCEB aufgrund der umfangreicheren Inhalte sowie des starken Verbandes im Hintergrund international weiter durchsetzen wird.

Wie auch immer, ein dazugehöriges Zertifikat wird irgendwann per Post zugesendet – da lasse ich mich mal überraschen.

Workshop-Beitrag @ RE 2015

Am Sonntag wurde gemeinsam mit Robert Heinrich, Kathrin Kirchner und Rüdiger Weißbach – alles Mitglieder des Arbeitskreises RE&BPM – ein Workshop-Proposal für die 23. IEEE International Requirements Engineering Conference (RE 15) eingereicht. Die Workshops finden im Rahmen der Konferenz in Ottawa, Kanada, am 24. und 25. August 2015 statt.

An der Entwicklung des Workshops des letzten Jahres hatte ich zwar ebenfalls mitgearbeitet, konnte jedoch aufgrund anderer Termine nicht an der Konferenz teilnehmen. Das ist dieses Jahr anders, die Konferenz ist bei mir bereits fest eingeplant.

Ab dem 20. Febuar gibt es Rückmeldung, ob der Workshop angenommen wird. Aktuell bin ich jedoch guter Dinge, dass die Workshop-Serie fortgesetzt werden kann.

CPRE Zertifikat

Die Zertifizierung zum Certified Professional for Requirements Engineering (CPRE) noch vor dem Jahresende 2014 abzuschliessen, liess sich leider nicht realisieren. Das habe ich allerdings Heute nachgeholt und die Prüfung abgelegt.

Dazu war ich bei wieder bei New Horizons – einem Prüfungscenter von Pearson VUE in Hamburg-Wandsbek – und habe dort eine Multiple Choice-Prüfung über mich ergehen lassen. Diese war insgesamt auf 75 Minuten angesetzt, nach gut 30 Minuten war ich bereits durch. Die Fragen waren teilweise deutlich spezifischer und gefühlt schwieriger als die Musterfragen, welche das IREB zur Verfügung gestellt hat. Dennoch habe ich problemlos bestanden und das Ergebnis gleich im Anschluss mitgeteilt bekommen.

Ein dazugehöriges Zertifikat wird später per Post zugesendet. Damit heißt es also warten..

Konferenzen in 2015

So langsam lichtet sich mein Terminchaos für Konferenzen in 2015 ein wenig. Aktuell bestätigt sind die folgenden Teilnahmen:

  • UWS Research Conference, 30. April – 01. Mai 2015 in Paisley/England
  • RE’15, 23th International Requirements Engineering Conference, 24.-28. August 2015 in Ottawa/Kanada
  • BPM2015, 13th International Conference on Business Process Management, 31. August – 03. September 2015 in Innsbruck/Österreich

Dazu kommen sicherlich noch die eine oder andere zusätzliche Veranstaltung wie z.B. die folgenden Dinge.

  • ICBPM 2015, 13th International Conference on Business Process Management, 16.-17. Februar 2015 in London/England
  • S-BPM ONE 2015, 7th International Conference on Subject-Oriented Business Process Management, 23.-24. April 2015 in Kiel/Deutschland
  • BPM Summit 2015, Gartner Business Process Management Summit, 18.-19. März 2015 in London/England
  • BPM Europe 2015, Business Process Management Conference Europe 2015,  15.-18. Juni 2015 in London/England
  • HAW Forschungs- und Promotionstag, 24. September 2015 in Hamburg/Deutschlannd

Warten wir mal ab, was noch so auf den Schirm kommt. Vermutlich finden sich im Laufe des Jahres spontan noch weitere lohnende Veranstaltungen.

Prüfung zum CPRE

indexBevor das Jahr gänzlich verstreicht, plane ich noch eine weitere Zertifizierung abzulegen. Es handelt sich hierbei um die Prüfung zum Certified Professional for Requirements Engineering, kurz CPRE. Dieses ist ein dreistufiges international standardisiertes Programm zur Ausbildung und Zertifizierung im Bereich des Requirements Engineerings.

Das Ganze wird vom International Requirements Engineering Board (IREB) angeboten, ein teilnehmendes Pearson VUE-Prüfungszentrum (IT-Power4You) liegt unweit meines Büros.

Im Rahmen der Ausbildung zum Certified Professional for Requirements Engineering werden Kenntnisse und Techniken vermittelt, die zu einem strukturierten, systematischen Vorgehen bei der Erfassung, Analyse, Dokumentation und Management von Anforderungen und somit zur Qualitätsverbesserung der Systementwicklung beitragen.

Der Themenbereich zu RE ist zwar nicht direkt in meinem Fokus, allerdings ergeben sich durchaus Überschneidungen. U.a. bin ich ja auch im GI-Arbeitskreis zu Requirements Engineering & Business Process Management – Konkurrenz oder Symbiose (RE&BPM) tätig und fliege (voraussichtlich) auch zur RE’15 nach Ottawa.

Basis der Prüfung stellt das Buch Basiswissen Requirements Engineering: Aus- und Weiterbildung nach IREB-Standard zum Certified Professional for Requirements Engineering Foundation Level, welches sich bei Amazon unter diesem Link bestellen läßt. Die ISBN lautet 978-3898647717.

Prüfung zum CBPP

Wie bereits vor einiger Zeit erwähnt, existiert neben der Zertifizierung zum bereits abgeschlossenen OCEB auch noch die Prüfung zum CBPP.

CBPP und OCEB unterscheiden sich in vielen Punkten wie z.B. dem notwendigen Nachweis von BPM-Praxiserfahrung bei der CBPP. In diversen Vergleichen wird außerdem festgehalten, dass die inhaltliche Überschneidung der beiden Prüfungen gering ist. Grundlegende OCEB-Prüfungsanteile wie Modellierungstechniken wie BPMN, BMM etc. sind in der CBPP-Prüfung kaum enthalten. Dort geht es mehr um prinzipielle Fragen in der Anwendung von BPM.

Die Zertifizierung zum CBPP läßt sich in Deutschland bei der Gesellschaft für Organisation (gfo) ablegen – dort bin ich selbstverständlich auch Mitglied. Von der zuständigen Stelle habe ich heute Rückmeldung erhalten, dass die Vorbedingung (2.500 Std. berufspraktische Erfahrung sowie zusätzlich 2.500 Std. Aus- und Weiterbildung) für die Zulassung zur Prüfung bei mir erfüllt ist.

Nun heißt es einen Termin für einen Vorbereitungskurs sowie die Prüfung zu finden. Bis dahin muss das BPM CBOK gelesen werden. Es stellt das gültige Rahmenwerk für die Zertifizierung dar, beziehen läßt es sich bei Amazon unter diesem Link. Die entsprechende ISBN lautet 978-3921313916.

BPM2014 in Eindhoven/NL

IMG_2659Die BPM2014, welche kurzfristig von Haifa/Israel nach Eindhoven/Niederlande verlegt wurde, ist nun vorbei. Obwohl ich natürlich gerne nach Israel geflogen wäre, die Konferenz bzw. das Umfeld in Eindhoven waren ohne große Schnitzer, die TU/e mit der Arbeitsgruppe um Wil van der Aalst war omnipräsent sowie ständig – auch um uns PhDler bzw. teilweise Konferenzneulinge – bemüht und der Stadtkern von Eindhoven tat den Rest.

Einen kurzen Abriss zu Inhalten der ersten Tage habe ich bereits gegeben, nun noch etwas zur zweiten Hälfte.

Dienstag startete mit einer Keynote von Rob High mit einem thematischen Schwerpunkt auf „IBM Watson„, durchaus sehr interessant jedoch für meinen Geschmack etwas zu off-Topic für diese Konferenz. Weiter ging es mit BPM-Kernthemen wie Process Discovery oder Model Matching. Das Ganzen ist nicht unbedingt genau meine Ecke – dass hier der Schwerpunkt liegen würde, wusste ich jedoch bereits vorher.

Der zweite Konferenz-Tag (Mittwoch), offiziell der „Industrie-Tag“, passte mir persönlich am besten. Hier wurde deutlich, dass BPM mehr als nur Modellierung ist. BPM ist schließlich ein holistischer Ansatz und das „M“ im Namen steht ja auch für Management. Die Veranstalter organisierten eine interessante Keynote von Keith Swenson zu Adaptive Case-Management. Darin u.a. ein Zitat von Michael Porter „Change brings Opportunities“, etwas dass ich sofort unterschreiben würde. Weiteres von Keith kann übrigens auf seinem Blog social-biz.org gefunden werden, Slides zu seinem Vortrag sind hier ebenfalls verfügbar.
Zum Abschluss des Tages gab es noch eine Session mit zwei industrienahe bzw. -relevante Präsentationen und eine Speed-Dating-artige Demo-Session mit sechs jeweils 10 min dauernden Vorstellungen. Es standen 18 Demos zur Verfügung, der Zuhörer konnte hierbei frei wählen welche Demo er anschauen will und nach 10 min wechseln.

Der letzte Konferenztag war wieder etwas theoretischer aufgehängt. Neben einer Session zu Process Analytics gab es Vorträge zu Resource and Time Management sowie Deklarativen Prozessen in BPM. Letztlich endete die BPM auch bereits am frühen Nachmittag, somit nur ein 3/4 Tag.

Grundsätzlich gab es ein reges Interesse an der Materie, dieses spiegelt sich auch unter den zahllosen Tweets zur Konferenz wieder. Neben kurzen Kommentaren sind eine Vielzahl an Fotos unter dem Hashtag #BPM2014 zu finden. Dieses hatte den Vorteil, dass die Teilnehmer trotz der – teilweise – zeitlichen Überschneidung von Sessions zumindest rudimentäres Feedback aufnehmen konnten.

Ich fand interessant, dass ein großer Teil der Community (verhältnismäßig) jung ist. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht unbedingt gerechnet. Dieser Punkt machte für mich persönlich einen Einstieg jedoch entspannt und unkompliziert. Alle Teilnehmer mit denen ich mich unterhalten konnte, waren stets offen für Gespräche – unabhängig davon, wem man gegenüber stand. Generell war die gesamte Situation auf der Konferenz ausgesprochen angenehm. Hierzu passte dann letztlich auch die Location für das Konferenz-Dinner ganz hervorragend. Es fand im DAF-Museum statt, welches neben einer sehr ungewöhnlichen Umgebung auch die Chance bot alte Trucks, PKWs sowie Mopeds zu bewundern.

Übrigens, besonders schön sind natürlich auch die Aussichten auf die kommenden Jahre – so wird die BPM2015 in Innsbruck/Österreich (Chair ist Barbara Weber) und die BPM2016 in Rio de Janeiro/Brasilien stattfinden.

Falls jemand mit dem Gedanken spielt dort hinzufahren, jedoch derzeit noch unsicher ist – auf jeden Fall machen, es lohnt sich definitiv. Ich freue mich jetzt bereits auf ein Wiedersehen mit den Teilnehmern der BPM2014 und werde garantiert hinfahren.

Zwischenbericht von der BPM2014 in Eindhoven/NL

Die ersten beiden Tage der BPM2014 in Eindhoven/NL sind vorbei, diese waren für das Doctoral Consortium (Sonntag) sowie den Workshop-Tag (Montag) reserviert.

Die Teilnehmeranzahl am DC war höher als ich erwartet hatte, so fanden sich neben meiner Person und fünf anderen präsentierenden PhDlern (Arava Tsoury, Monika Malinova, Christina Tsagkani, Arik Senderovich und Sander Leemans) noch einige „Zaungäste“ sowie eine große Anzahl an internationalen Forschern. Dazu gehörten u.a. Stefanie Rinderle-Ma, Dirk Fahland, Pnina Soffer, Avigdor Gal, Raimundas Matulevicius, Hajo A. Reijers, Barbara Weber und Jan Mendling. Die Vorträge der DC-Teilnehmer beschäftigten sich primär mit klassischen BPM-Problemfeldern (Modellierung oder Process Mining) und weniger mit meinem eigenen, eher organisationsbasierten, Schwerpunkt.

Grundsätzlich waren auch die Workshops für mich idR. zwar etwas zu theoretisch bzw. technisch orientiert, dennoch durchaus interessant.

Ausgesprochen Positiv sehe ich bisher jedoch die sozialen und kommunikativen Möglichkeiten der Konferenz. Unter den knapp 170 Teilnehmern ist nahezu jeder bekannte Name der BPM-Community – darunter u.a. Wil van der Aalst, Marlon Dumas, Mathias Weske oder Michael zur Mühlen. Die daraus entstehenden Kontakte bieten sicherlich den einen oder anderen Denkanstoß.

Wie es der Zufall will, gab es auch einen Vortrag von Jörg Desel, dem ehemaligen Betreuer/Gutachter zu meinem M.Sc. in praktischer Informatik an der FernUni Hagen.

Paper accepted

Gestern Abend bekam ich die Nachricht, dass mein Beitrag für das Doctoral Consortium im Rahmen der BPM 2014 in Haifa akzeptiert worden ist.

Die Einreichung lief über easychair, das Abstract wurde zweifach reviewed und bekam dabei jeweils die Bewertung OVERALL EVALUATION: 2 (accept). Beide Reviewer waren sich darüber darüber einig, dass mein Thema ein interessantes Gebiet betrachtet und durchaus eine gewisse Relevanz hat. So heisst es u.a.

The work addresses a very interesting problem and looks at it rather from the management perspective than the technical/modeling perspective.

bzw.

The proposal addresses a very relevant topic and is very likely to raise an interesting discussion at the DC.

Im speziellen mein „nicht-technischer“ Blickwinkel ist hierbei offenbar ein Pluspunkt.

Most works at the BPM conference address BPM from a technical angle. We very much welcome this work looking at BPM as a method and its adaptation in practice.

Nun heisst es das Papier bis zum 08. August 2014 noch etwas zu überarbeiten. Inhaltlich stellt das kein Problem dar – ich hatte gewisse Aspekte ausgelassen. Jedoch die aktuelle Situation in Israel bereitet mir etwas Kopfschmerzen und ich bin unschlüssig, wie es vor Ort nun weitergeht.

Die Konferenz ist allerdings erst in knapp zwei Monaten (08.09.-11.09.2014) und bis dahin könnte noch viel passieren.