Halbzeit beim MBA-Studium

Erfahrungsbericht – Eine letzte Hausarbeit muss noch eingereicht werden, dann endet auch das zweite Semester meines MBA-Studiums an der FOM in Hamburg. Damit ist nach zwei von vier Semestern zeitlich betrachtet nun Halbzeit.

Wenn man das Ganze allerdings aus der Perspektive der Studienmodul-Anzahl bewertet, ist das Bergfest bereits seit geraumer Zeit vorüber. Von den 12 Modulen sind bereits 8 erledigt und der Rest sollte im kommenden Semester abgearbeitet werden. Im vierten Teil des Studienprogramms liegt der Fokus primär auf der Masterthesis. Zeit für ein Fazit!? Ja, durchaus…

Grundsätzlich wurden bisher die maßgebliche Teile einer BWL/Management-Ausbildung angepackt. Neben Grundlagen in Ökonomie, Marketing, Finanzierung und Recht, gab es die üblichen Beigaben in Form von Research-Methodik, strategischem Management und Softskills. Inhaltlich ist dieser Querschnitt für „nicht-BWLer“ sicherlich ausreichend – jedoch sind Vertiefungen oder die Einführung in praktisch umsetzbare Methoden in gewissen Modulen durchweg Mangelware. Oder kommt mir das nur so vor?

Wenn man sich den urspünglichen Sinn eines MBA-Programms anschaut, passt das Ganze wieder. Gemäß Wikipedia ist ein MBA

„[ein] überwiegend generalistisches Managementstudium [..], das alle wesentlichen Managementfunktionen abdecken soll. Begrenzte Spezialisierungen sind zulässig. Zielgruppen dieser Programme sind unter anderem Ingenieure, Natur- und Geisteswissenschaftler, Juristen und Mediziner [..].“

Hierzu kommen, ebenfalls gemäß Wikipedia, noch die folgenden Kerneigenschaften

Von einem MBA-Programm wird erwartet, dass es nicht nur Kenntnisse und methodische Fertigkeiten vermittelt, sondern auch Führungsverhalten, unternehmerisches Denken, Verhandlungsgeschick und Kommunikationsfähigkeit trainiert.

Natürlich hat jeder Teilnehmer so seinen Wunschschwerpunkt bzw. gewisse Vorstellungen – allerdings muss man sich dann wohl nochmal den generalistischen Charakter vor Augen führen. Ob dieses Studienkonzept tatsächlich den Erwartungen der Teilnehmer entspricht, steht auf einem anderen Blatt Papier. Meine wird jedoch durch die Breite des Studiums bis auf kleine Ausnahmen weitgehend erfüllt.

FOM vs. Pohl & Co

Meine 5 Cent zu der – inzwischen allgegenwärtigen – Diskussion um die Herren Grünwald, Kopper und Pohl sowie die FOM. Deren zweifelhafter Ruhm bzw. eine Klage auf Erlass der Studiengebühren lässt sich u.a. hier bei Studium@Zeit Online oder brand eins nachlesen.

Allerdings muss festgehalten werden, dass die FOM keine Studiengebühren erhebt, sondern einen Gesamtpreis für ein Studium berechnet. Diese Summe wird vor Studienbeginn berechnet, kann jedoch auch in monatlichen Raten gezahlt werden.

Grundsätzlich verstehe ich die Bestrebungen, einen Studiengang in verkürzter Zeitdauer zu absolvieren. Das versuche ich auch regelmässig – u.a. auch während meines abgeschlossenen Studiums der Wirtschaftsinformatik an der FOM in Hamburg. Ähnliche Bestrebungen zeigte hierbei auch einer meiner Kommilitonen, welcher ebenfalls in einer geringeren Anzahl als den anvisierten Semestern seinen Abschluss machte.

Laut den Rahmenprüfungsordnungen der FOM gibt es gemäß § 26 Abs 2 (Ausgabe und Bearbeitung der Bachelor-Thesis) Laufzeiten für gewisse Prüfungsleistungen, z.B. ist die Dauer einer Bachelor-Thesis fixiert:

Die Bearbeitungszeit (Zeitraum von der Ausgabe bis zur Abgabe der Bachelor-Thesis) beträgt mindestens zwei Monate und darf vier Monate nicht überschreiten.

Ein schieben, nach- oder vorbelegen von Modulen aus höheren Semestern oder der „Schuss ins Blaue“ ist durchaus gängige Praxis. Das ist alles auch völlig legitim und meiner Meinung nach sinnvoll. Letzendlich wird man – die passenden Scheine vorausgesetzt – auch durch Anrechnung in die Lage versetzt, innerhalb von einem oder zwei Semestern den Abschluss zu machen.

Der gravierende Unterschied zwischen der freiwilligen Verkürzung („ich mache schneller“) und einer zugesicherten Anrechnung („ich mache weniger“) liegt auf der Hand – Anrechnungen wirken sich im Vorwege auf die vereinbarten Gesamtkosten des Studiums aus, sprich diese werden gemindert.

Wieso hier im o.g. Fall überhaupt ein Diskussionsbedarf besteht, ist mir völlig unklar.. Fragwürdig ist ebenfalls, ob die Gruppe der Drei auf irgendeine Art und Weise auch Wissen extrahieren – und vor allem konservieren – konnte, dass ausserhalb des „Punktlernens“ liegt..

Masterthesis abgegeben

Heute wurde die Abschlussarbeit im Studiengang Praktische Informatik (ehemals Computer Science) gedruckt und wird vorraussichtlich am kommenden Montag an das Prüfungsamt der Fernuniversität Hagen versendet.

Damit sind endlich auch in diesem Studiengang – bis auf eine letzte mündliche Modulprüfung – alle Leistungsnachweise erbracht.

Die Thesis im Bereich der Modellierung von Geschäftsprozessen trägt den Titel

Auswahl geeigneter Modellierungsmethoden
aufgrund spezifischer Prozesseigenschaften

und stellt definitiv den endgültigen Abschluss meiner Studien im Bereich Informatik/Computer Science dar. Ein Fertigstellen dieses Wagnisses – welches mich mit mehreren Unterbrechungen nun seit Ende 1998 beschäftigt – war lange Zeit mehr als ungewiss. Um so erfreulicher, dass das Ziel jetzt endlich in greifbarer Nähe vor mir liegt.

Das Gutachten inkl. Note von Herrn Prof. Dr. Jörg Desel vom Lehrgebiet Softwaretechnik und Theorie der Programmierung sollte gemäß PO innerhalb von 8 Wochen, d.h. vorausssichtlich spätestens im September, fertiggestellt sein. Es ist davon auszugehen, dass der offizielle Verwaltungsakt mit Beantragung der Abschlussurkunde usw. anschliessend vermutlich noch zusätzliche 3-5 Wochen in Anspruch nehmen wird.

OCEB-F abgeschlossen

Heute habe ich meine erste Zertifizierung im BPMN-Umfeld, die Prüfung zum OMG Certified Expert in BPM Fundamental (OCEB) abgeschlossen.

Hierzu war ich bei New Horizons – einem Pearson VUEPrüfungscenter in Hamburg-Wandsbek – und habe dort eine MC-Prüfung auf Englisch ablegen müssen.

Die Fragen sind zwar Multiple Choice, aber es ist immer nur eine Antwort richtig. Insgesamt dauert der Test 120 Minuten und beinhaltet 90 Fragen, wobei 55 richtig beantwortet werden müssen. Das Ergebnis wird dem Teilnehmer gleich im Anschluss mitgeteilt, ein dazugehöriges Zertifikat wird später per Post zugesendet.

Weitere Details zu Inhalten finden sich in meinem Artikel zum OCEB.

Vertreter in den Gremien der FOM

Zum 01.09.2012 werde ich – neben meiner Rolle als Student und Semestersprecher der FOM in Hamburg – zusätzliche bundesweite Aufgaben an der FOM übernehmen. Ich wurde im Rahmen der Studienparlementswahlen in folgenden Ämtern/Aufgaben gewählt:

  • Vorsitzender des Studierendenparlaments
  • Stellvertreter der Delegiertenversammlung
  • Stellvertreter der Studiengangsfachgruppe MBA

Die Delegiertenversammlung beschäftigt sich u.a. mit Geschäfts- und Wahlordnungen, der grundsätzlichen Gestaltung des Studiums und der Entwicklung der Hochschule sowie der Einstellung von hauptberuflichen Lehrenden usw.

Die Studiengangsfachgruppen hingegen entwickeln neue Studiengangsmodelle bzw. paßt die Bestehenden an, in meinem Fall  (StudFG Master – MBA) gilt der Fokus dem MBA-Programm.

FUH Übergangsregelungen MCompSc-MSc

In der aktuellen PO vom 01. Juni 2012 für den Studiengang Master of Science in Praktischer Informatik an der Fernuni Hagen lassen sich inzwischen die Änderungen und Regelungen zum alten Studiengang Master of Computer Science finden. Im Abschnitt Übergangsregelungen finden sich die Ausnahmen für bereits eingeschriebene Masterstudenten gegenüber der alten PO, für mich treffen hierbei die folgenden Punkte zu

§ 24 Abs. 2
Studierende, die den Studiengang Master of Science in Praktischer Informatik (vormals Master of Computer Science) vor dem Wintersemester 2012/13 aufgenommen haben, können den Studiengang ungeachtet der Regelungen des § 2 Abs. 2 fortsetzen und abschließen. [..]

§ 24 Abs. 3
Die bis zum 30.09.2012 angemeldeten Abschlussarbeiten richten sich nach der Prüfungsordnung für den Studiengang Master of Computer Science an der FernUniversität in Hagen vom 05. Mai 2003 (Stand 01.10.2009).

Die in § 24 Abs. 3 genannte alte MCompSc-PO kannte u.a. kein Kolloquium, welches somit für mich entfällt. Somit wird meine aktullen Abschlussarbeit zum Stichtag nur eingereicht und ist damit abgehakt.